Zwischen der Rheinaue mit ihren holozänen Auelehmen und dem Venusberg mit devonischen Schiefern liegen in Bonn Welten, was die Tragfähigkeit des Untergrunds angeht. Wer in Kessenich eine Erschließungsstraße plant, findet oft verwitterten Tonschiefer in 80 cm Tiefe, während in Dransdorf die quartären Kiese des Rheins dominieren. Genau hier setzt die CBR-Studie für Straßenentwurf an: Sie übersetzt diese geologischen Unterschiede in einen kalifornischen Tragfähigkeitswert, der die Dimensionierung des Oberbaus bestimmt. Die Stadt Bonn mit ihren 335.000 Einwohnern und dem regen Berufsverkehr auf der B9 verlangt Straßen, die Setzungen und Spurrinnen standhalten. Unser Team führt den Versuch nach DIN EN 13286-47 im Labor und per In-situ-Durchlässigkeit mit Feldmethoden durch, wenn der anstehende Boden zu heterogen ist.
Ein CBR-Wert unter 5 % im Planum bedeutet in der Bonner Rheinebene: ohne Bodenverbesserung wird jede Asphaltschicht innerhalb von drei Wintern rissig.
Leistungsmerkmale in Bonn

Typische technische Herausforderungen in Bonn
Die hydraulische Presse mit 50 kN Kapazität und der Tauchbehälter für die vier Tage Quellung sind in unserem mobilen Laborcontainer ständig im Einsatz. Der kritischste Moment in Bonn ist nicht das Eindrücken des Stempels, sondern die Probenvorbereitung: Ein zu trocken eingebauter Auelehm täuscht CBR-Werte von 25 % vor, die nach dem ersten Regen auf unter 8 % abfallen. Wir simulieren den ungünstigsten Wasserzustand, indem wir das Material bei optimalem Wassergehalt verdichten und dann fluten. In Bonn mit 650 mm Jahresniederschlag und periodischen Rheinhochwassern muss das Planum auch im gesättigten Zustand funktionieren. Unser Labor ist nach ISO 17025 akkreditiert und hält die RStO 12 sowie die ZTV E-StB 17 strikt ein.
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Unsere Leistungen
Die CBR-Studie liefert den Eingangswert für die rechnerische Dimensionierung. In Bonn ergänzen wir sie mit zwei spezifischen Leistungen, die das Baugrundrisiko weiter eingrenzen.
CBR im Labor nach DIN EN 13286-47
Wir verdichten das angelieferte Material mit modifizierter Proctorenergie, lagern es vier Tage unter Wasser und messen die Eindringwiderstände bei 2,5 mm und 5,0 mm. Das Ergebnis ist der CBR-Wert für das Planum oder die Frostschutzschicht, inklusive Quellprotokoll.
In-situ CBR mit Felduntersuchung
Auf der Baustelle in Bonn setzen wir den dynamischen Plattendruckversuch oder den statischen Lastplattendruckversuch ein und korrelieren den Ev2-Modul mit dem CBR-Wert über bodenspezifische Umrechnungsfaktoren.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine CBR-Studie in Bonn im Labor?
Der Preis für einen CBR-Laborversuch inklusive Proctorversuch und Quellmessung liegt in Bonn zwischen €150 und €300 pro Probe, je nachdem ob es sich um einen Einzelpunkt oder eine Serie handelt.
Welcher CBR-Mindestwert gilt für das Planum in Bonn?
Nach RStO 12 muss das Planum bei frostsicherem Untergrund einen CBR von mindestens 15 % erreichen, bei frostempfindlichen Böden wie den Bonner Auelehmen sind 20 % gefordert, sonst ist eine Bodenverbesserung nötig.
Wie lange dauert eine CBR-Studie im Labor?
Die reine Prüfdauer beträgt 4 Tage Quellung plus 1 Tag Eindringversuch und Auswertung. Mit Probenanlieferung, Trocknung und Proctorversuch rechnen Sie in Bonn mit 7 bis 10 Werktagen bis zum Bericht.
Was ist der Unterschied zwischen CBR und Ev2-Modul?
Der CBR misst die Tragfähigkeit unter definierter Stempelgeometrie und simuliert die Schubbeanspruchung im Untergrund, während der Ev2-Modul aus dem statischen Lastplattendruckversuch die Verformung der Oberfläche bewertet. Beide Werte korrelieren, aber der CBR ist spezifisch für den Straßenoberbau.