Die Bemessung flexibler Fahrbahnen in Bonn erfordert eine präzise Anwendung der RStO 12, ergänzt durch die ZTV E-StB und die lokalen geotechnischen Besonderheiten der Rheinschotterebene. Die Stadt, mit über 330.000 Einwohnern und einem hohen Pendleraufkommen aus dem Rhein-Sieg-Kreis, stellt spezifische Anforderungen an die Asphaltdimensionierung. Der anstehende quartäre Kies bietet zwar eine hohe Tragfähigkeit, jedoch muss die Frosteinwirkung in den schattigen Tallagen des Siebengebirges präzise bewertet werden. Die Ermittlung der Belastungsklasse aus dem Schwerverkehrsaufkommen bildet die Grundlage jedes Aufbaus. Mit einem CBR-Versuch nach RStO lässt sich die Verformungsstabilität des Planums unter den spezifischen Bonner Bodenverhältnissen zuverlässig kalibrieren, bevor die Asphaltschichten dimensioniert werden. Diese Daten fließen direkt in die rechnerische Dimensionierung des Oberbaus ein.
Die rheinische Schotterebene liefert hervorragende Ev2-Werte, doch erst die korrekte RStO-Einstufung macht daraus eine wirtschaftliche und dauerhafte Fahrbahn.
Leistungsmerkmale in Bonn
- Bestimmung der Belastungsklasse Bk100 bis Bk0.3 nach Verkehrsstärke
- Ermittlung der Mindestdicke des frostsicheren Oberbaus nach Tafel 6
- Auswahl der Asphaltbauweise (Asphalttragschicht, Asphaltbinder, Asphaltdeckschicht)
- Prüfung des Verformungsmoduls Ev2 auf dem Planum nach DIN 18134

Typische technische Herausforderungen in Bonn
Ein Neubaugebiet in Bonn-Beuel auf einem verfüllten Altarm des Rheins zeigte die Risiken einer unzureichenden Dimensionierung. Der angenommene Ev2-Wert des Planums wurde durch organische Einschlüsse lokal unterschritten. Die Folge waren Setzungsrisse in der Asphaltbinderschicht innerhalb der ersten zwei Frost-Tau-Wechsel. Die RStO 12 sieht für solche heterogenen Untergründe eine Qualifizierte Bodenverbesserung vor. Ohne ein vorlaufendes Baugrundgutachten und einen Plattendruckversuch nach DIN 18134 zur Überprüfung der Verdichtung bleibt die Dimensionierung eine unsichere Schätzung. In Bonn mit seinen variierenden quartären Deckschichten ist dieser Prüfschritt unverzichtbar, um die rechnerische Nutzungsdauer von 30 Jahren zu erreichen.
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Unsere Leistungen
Die Dimensionierung flexibler Fahrbahnen in Bonn umfasst alle Leistungen von der Baugrunderkundung bis zur Ausführungsprüfung. Zwei Kernbereiche decken die lokalen Anforderungen ab:
Rechnerische Dimensionierung nach RStO
Ermittlung der Belastungsklasse und Festlegung des frostsicheren Oberbaus für alle städtischen Straßenkategorien Bonns, von der Anliegerstraße bis zur Hauptverkehrsstraße. Inklusive Variantenvergleich zwischen konventionellem und kompaktem Asphaltaufbau.
Prüfung der Tragfähigkeit und Verdichtung
Durchführung statischer und dynamischer Plattendruckversuche auf dem Planum und der Frostschutzschicht. Kontrolle der Eignungs- und Kontrollprüfungen des Asphaltmischguts nach TL Asphalt-StB.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet die Bemessung einer flexiblen Fahrbahn für eine private Zufahrt in Bonn?
Die Kosten richten sich nach der Länge und der erforderlichen Belastungsklasse. Für eine Standardzufahrt mit Plattendruckversuch und rechnerischer Dimensionierung liegen die Honorare in Bonn zwischen €1.710 und €4.710, abhängig vom Umfang der Eignungsprüfungen am Mischgut.
Welche Belastungsklasse gilt für eine Wohnstraße in Bonn?
In Bonn werden Wohnstraßen in der Regel der Belastungsklasse Bk1.0 bis Bk1.8 zugeordnet. Maßgeblich ist die Prognose des Schwerverkehrs. Die Stadt Bonn gibt hierfür oft die Bk1.8 vor, um auch Müllfahrzeugen und gelegentlichem Baustellenverkehr gerecht zu werden.
Ist auf dem Bonner Rheinschotter überhaupt eine Frostschutzschicht nötig?
Ja, zwingend. Auch wenn der Rheinschotter als nicht frostempfindlich (F1) eingestuft wird, verlangt die RStO 12 eine Mindestdicke von 30 cm Frostschutzschicht bei Bk1.8, um kapillaren Wasseraufstieg zu unterbinden und die Verformungsmoduln aufzunehmen.
Kontrollieren Sie auch die Asphalteinbaudichte auf der Baustelle in Bonn?
Selbstverständlich. Wir führen die Kontrollprüfungen nach M TP Asphalt-StB durch, entnehmen Bohrkerne und bestimmen Raumdichte sowie Hohlraumgehalt. Nur so ist die vertraglich vereinbarte Nutzungsdauer der Fahrbahn in Bonn nachweisbar.